Gastroenterologie
Der Name Gastroenterologie beinhaltet dem Wort nach die Lehre von
den Erkrankungen des Magen (gaster: Magen) und des Darmes
(enteros: der Darm).
Heute verstehen wir unter diesem Begriff aber die Lehre von allen
Verdauungsorganen und ihren Struktur- und Funktionsstörungen.
Somit werden also auch die Erkankungen der Gallenwege, der
Bauchspeicheldrüse, der Verdauungsstörungen infolge
Enzymmangel, Infektionen, Regulationsstörungen des
Eingeweidenervensystems, immunologisch verursachter Erkrankungen und
auch hormoneller Störungen einbezogen.
Auch Erkankungen der Speiseröhre, der Speicheldrüsen und des
Enddarmes, einschließlich der Hämorrhoiden zählen wir
heute hinzu.
Zudem wirken sich viele Erkrankungen anderer Organe und Organsysteme und natürlich auch Umweltfaktoren mehr oder weniger direkt auf die Tätigkeit des Magen-Darm-Traktes aus, so dass in der Beurteilung von "Bauchbeschwerden" immer der ganze Mensch gesehen und untersucht werden muß.
Beispiele:
- Denken wir nur einmal daran, dass chronische Durchfälle durch
eine Überfunktion der Schilddrüse verursacht werden
können.
- wer kennt nicht das Sprichwort: "Der Ärger schlägt auf
den Magen" (Druckgefühl im Oberbauch und Appetitlosigkeit beim
Essen durch eine Dysbalance der vegetativen Nerven).
- "Das Wasser läuft mir im Mund zusammen" (z.B. beim
Ansehen eines Menschen, der beim Genuß einer Zitrone das Gesicht
zusammenzieht oder wenn ein guter Küchenduft wahrgenommen wird).